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„Kōjō no Tsuki“ (荒城の月) – Schlossruine im Mondlicht

Ruine im Mondlicht

„Kōjō no Tsuki“ (荒城の月)
Schlossruine im Mondlicht

„Kōjō no Tsuki“ (荒城の月)
Schlossruine im Mondlicht

Elf Variationen über das japanische Volkslied "Schlossruine im Mondlicht" für Querflöte solo.

„Kōjō no Tsuki“ (荒城の月ist ein tief berührendes Lied über den Wandel der Zeit und die Vergänglichkeit menschlicher Macht. Die vier Strophen spiegeln menschliche Geschichte und Erfahrung.

Entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer Epoche grosser gesellschaftlicher Umbrüche, reflektiert das Lied den Niedergang alter Ordnungen und die untergehende Pracht des Hoflebens. Über allem Wandel bleibt der Mond als stetig wiederkehrendes Licht bestehen – eine Symbol dafür, dass in der Erinnerung und in der Natur etwas Unvergängliches wohnt.

Die Melodie wurde von Rentarō Taki (滝 廉太郎, 1879–1903) komponiert, einem der ersten japanischen Komponisten, der westliche Musiktraditionen mit japanischem Geist verband. Trotz seines kurzen Lebens hinterliess Taki bedeutende Werke, von denen Kōjō no Tsuki sein bekanntestes ist.

Die Musik ist im Stil der westlichen Romantik gehalten, getragen und melancholisch, mit einfachen, klaren Linien, die die Stimmung des Textes perfekt unterstützen. Das Lied wurde ursprünglich für Gesang und Klavier geschrieben, hat aber viele Arrangements.


Der Text stammt von Bansui Doi (土井 晩翠, 1871–1952), einem Dichter und Professor für englische Literatur. Er war stark von westlicher Poesie beeinflusst und verband in seinen Werken japanische Themen mit einem modernen, oft nostalgischen Stil. Kōjō no Tsuki ist eines seiner berühmtesten Gedichte und spiegelt seinen poetischen Blick auf Geschichte, Vergänglichkeit und Natur wider.

Der Liedtext:

1. Blüten fallen sanft und leis.
In der Burg, einst voller Leben,
Ist nun Stille statt dem Kreis.
Wo sind Fürsten, wo die Ritter,
Die hier einst beim Feste sassen?
Nur der Mond blieb unverändert,
Strahlt auf Mauern, die verblassen.
2. Herbstnacht weht mit kaltem Winde,
Überm Meer der Mond so klar.
Von dem alten Turmgemäuer
Klingt des Kranichs Klag' so nah.
Träume grosser Heldentaten,
Schwerter, Speere – alles Ruhm.
Nur der Mond ist unvergänglich,
Leuchtet durch des Nebels Dunst.
3. Jugendzeit steigt in Gedanken,
Feste, Lachen, frohes Lied.
Schatten tanzten, Flötenklänge,
Die Erinnerung verblüht.
Freunde tranken, schworen Treue,
Herzen brannten voller Glut.
Nur der Mond ist uns geblieben,
Zeuge jener Jugendblut.
4. Ruhm und Freude sind vergangen,
Wie ein Traum verweht im Wind.
Was wir bauten, ist zerfallen,
Wie es oft bei Menschen sind.
Doch der Mond, in stillem Leuchten,
Wacht noch über Flur und Zeit,
Führt uns durch Verlust und Wandel,
Hüter uns’rer Ewigkeit.

 

Die PDF-Noten als sind für CHF 20.— per E-Mail erhältlich. (Gegen einen Aufpreis werden auch gedruckte Noten verschickt.)

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